Geförderte Maßnahmen des BEG/GModG 2026
Warum wird gefördert?

Mithilfe des GModG soll der Gebäudebestand modernisiert, die Wärmewende schneller vorangetrieben werden und im Jahr 2045 soll Deutschland klimaneutral sein. Dafür müssen wir unabhängig von fossilen Brennstoffen werden, insbesondere beim Heizen. Allerdings werden hierzulande immer noch rund drei Viertel der Heizungen mit fossilem Gas und Öl betrieben. Dies wird sich spätestens ab Anfang 2029 ändern, da mit der Biotreppe dann eine steigende Pflichtbeimischung klimaneutraler Brennstoffe eingeführt wird.
Wie werden die Maßnahmen gefördert?
Die staatliche Förderung bekommen diejenigen, die ihre Heizung heute oder zukünftig auf erneuerbare Energien umstellen. Der Bund unterstützt mit verschiedenen Zuschüssen und zinsgünstigen Krediten. Somit soll jeder die Möglichkeit bekommen, den Umstieg auf klimafreundliche und zukunftsfähige Heizungen zu erreichen. . Die neuen Förderrichtlinien der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) sind zum 01. Juli 2026 in Kraft getreten.
Durch die Energiewende doppelt profitieren: von sinkenden Heizkosten einerseits und einer finanziellen Förderung durch das
Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) andererseits.
Investitionskostenzuschüsse für Ihre Maßnahmen
In einem Umfeld steigender Energiepreise und zunehmender Umweltauflagen stellen die Investitionskostenzuschüsse einen wesentlichen Pfeiler der staatlichen Förderpolitik dar. Sie bieten Anreize für Privatpersonen und Unternehmen, in effiziente und klimafreundliche Heizsysteme zu investieren. Mit einer Grundförderung von 30 %, die für alle offensteht, bis hin zu einem einkommensabhängigen Bonus und einem Klima-Geschwindigkeitsbonus, unterstreicht die Förderlandschaft das Engagement für eine umweltfreundliche Wärmewende.
- Grundförderung von 30 % für alle Wohn- und Nichtwohngebäude, die wie bisher allen Antragstellergruppen offensteht
- Ab 1. Quartal 2027 Wertschöpfungsbonus: 15 % Grundförderung zzgl. 15 %, wenn der regenerative Wärmeerzeuger in der EU hergestellt wird.
- Einkommensabhängiger Bonus von 40 % für selbstnutzende Eigentümerinnen und Eigentümer mit bis zu 30.000 € zu versteuerndem Haushaltseinkommen pro Jahr
- Klima-Geschwindigkeitsbonus von 16 % für den frühzeitigen Austausch alter fossiler Heizungen für selbstnutzende Eigentümerinnen und Eigentümer, schrittweise Reduktion ab 01.02.2027
- Der maximale Geschwindigkeitsbonus (16 %) wird bei Sanierungen bis Ende Januar 2027 ausgezahlt. Dieser reduziert sich auf 0 % bei Sanierungen bis Ende Juli 2028.
- Die Fördersätze sind kumulierbar bis max. 80 %
- Maximal förderfähige Investitionskosten für den Heizungstausch: 28.000 € für ein Einfamilienhaus bzw. die erste Wohneinheit in einem Mehrparteienhaus
- In einem Mehrparteienhaus erhöhen sich die förderfähigen Kosten je weitere Wohneinheit
- Bei Nichtwohngebäuden gelten Grenzen für die förderfähigen Kosten nach Quadratmeterzahl.
- Zusätzlich zur Förderung des Heizungstauschs können – wie bisher – Zuschüsse für weitere Effizienzmaßnahmen beantragt werden: Z.B. für die Dämmung der Gebäudehülle, für Anlagentechnik und für die Heizungsoptimierung.
Wie erhält man die Förderung?
Die Optimierung der Heizungsanlage in Ihrem Gebäude kann nicht nur zu einer signifikanten Energieeinsparung führen, sondern auch die Möglichkeit bieten, von staatlichen Förderungen zu profitieren. Um diese Förderungen zu erhalten, ist es wichtig, einen strukturierten und fachgerechten Ansatz zu verfolgen. Hier sind fünf essenzielle Schritte, die Sie befolgen sollten, um die Förderung für die Optimierung Ihrer Heizungsanlage zu erhalten.
1. Bestandsaufnahme
Der erste Schritt besteht darin, eine gründliche Bestandsaufnahme durch einen qualifizierten Energieberater, Heizungs-Installateur oder ein technisches Büro für Gebäudetechnik durchführen zu lassen. Diese Fachleute bewerten den aktuellen Zustand Ihrer Heizungsanlage und identifizieren Bereiche, in denen Verbesserungen möglich sind.
2. Ermittlung der Heizlast und Erfassung der Heizkörper
Nach der Bestandsaufnahme erfolgt die detaillierte Ermittlung der Heizlast für jeden Raum sowie die Erfassung der vorhandenen Heizkörper. Dies kann effizient mit Hilfe von Softwarelösungen wie EasyPlan durchgeführt werden. Weitere Informationen finden Sie hier.
3. Auslegung der Heizkörperventile
Anschließend werden die Heizkörperventile und ggfls. des Differenzdruckreglers im Steigstrang mittels EasyPlan oder HyTools ausgelegt. Weitere Informationen finden Sie hier.
4. Installation von Eclipse Thermostatventilen
Für eine effiziente Regulierung der Raumtemperatur ist die Installation von hochwertigen Thermostatventilen unerlässlich.
Eclipse Thermostatventile sind eine ausgezeichnete Wahl für Zweirohrsysteme und tragen zur Energieeffizienz bei. Weitere Informationen zur Installation und den Vorteilen dieser Ventile finden Sie hier.
In einfachen Heizkörper-Systemen kann Alternativ neo-K für einen thermisch-adaptiven Abgleich (wichtig: Systemgrenzen beachten)
eingesetzt werden.
5. Inbetriebnahme durch einen Fachmann
Der letzte Schritt ist die fachgerechte Inbetriebnahme der optimierten Heizungsanlage. Dies sollte ausschließlich durch einen qualifizierten Fachmann erfolgen, um sicherzustellen, dass alle Komponenten korrekt installiert sind und die Anlage effizient und sicher betrieben wird.

